Sahara Mission

Sahara Mission

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Austromars-Mission im Jahre 2006 hat sich das österreichische Weltraum Forum jetzt auf eine zweite simulierte Marsexpedition begeben. Ziel der dreiwöchigen Forschungsexkursion ist die weitere Erforschung und die Untersuchung der aus der ersten Mission gewonnenen Erkenntnisse. Hauptsächlich geht es dem Team aus Wissenschaftlern, Ärzten und Ingeneuren aber um die Bestätigung, dass eine reale Marsexpedition keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern tatsächlich im Rahmen der menschlichen Möglichkeiten liegt. Der Standpunkt des “Habitats”, also der als Basis dienenden Raumstation ist diesmal nicht die amerikanische Moab-Wüste, sondern die marrokanische Sahara.

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Besonders der nördliche, von Gesteins- und Sedimentschichten überzogene Teil der Wüste erinnert zumindest vom Aussehen stark an den roten Planeten. Selbstverständlich wird ebenfalls wieder die Entfernung zwischen Mars und Erde simuliert. Sämtliche gesendeten Funksprüche und Daten werden mit starker Verzögerung an das Basiszentrum in Innsbruck gesendet. Neu dabei ist ein Mars-Rover, ein mobiler und fernsteuerbarer Forschungsroboter, der im Rahmen der Mars2013 zum ersten Mal unter halbwegs realen Bedingungen getestet werden soll. Das Experiment soll bis zum 28. Februar andauern, die gewonnenen Daten werden danach wieder wissenschaftlich aufbereitet oder analysiert und – wie es beim ÖWF bereits zum Usus gehört – der Allgemeinheit zugänglich gemacht, damit auch andere Forschungsgruppen damit arbeiten können. Der Flugdirektor des ÖWF, Alexander Soucek, bezeichnete den Start der Mission übrigens als “großen Tag für die Geschichte der Marsforschung”.

 

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