Polares Raumanzug Aouda der Öffentlichkeit präsentiert
16. März 2009
Am Montag, den 16. März 2009 fand der Aouda Critical Design Review II in Innsbruck an der Universtität Innsbruck statt. Aouda ist Teil des PolAres Programmes und wird in Kooperation mit der Universität Innsbruck und vier Tiroler Schulen entwickelt.
Der Raumanzug "Aouda" ist kein "echter", d.h. real im Weltraum bzw. auf der Marsoberfläche zu verwendender Raumanzug, sondern ein sogenannter Analog-Raumanzug. Mit ihm werden sämtliche für realistische Vorbereitungs-Tests einer Marslandung notwendigen Anforderungen simuliert.Der Raumanzug ist ein Prototyp. Er besteht aus einem sogenannten Hard-Upper-Torso (d.h. einem festen, nicht-flexiblen Oberkörperpanzer) als zentralem Element. Der Anzug ist 45 kg schwer. Als eines der besten Modelle, die bisher für die Analogwissenschaft verwendet wurden, verfügt er über viele Besonderheiten: eine thermoelektrische Kühlung, eine Breitband-Wireless-Kommunikation, ein experimentelles Mensch-Maschine-Interface mit Gestik- und Sprachsteuerung und volle medizinische Telemetrie. Der Anzug kann mehrere Stunden am Stück sowohl in der Wüste bei bis zu +50°C als auch in der Arktis bei -25°C eingesetzt werden. Als Außenhaut wird eine Spezialhülle auf aluminiumbeschichtetes Panox-Kevlar verwendet. Dieses Material hat auch astrobiologisch ausgezeichnete Eigenschaften.
Mit einem eigens entwickelten Exo-Skelett werden alle Einschränkungen, die ein realer Raumanzug auf dem Mars bieten würde, simuliert. Damit wird ein Höchstmaß an Realismus erreicht, um optimale Trainingsbedingungen für Marsforschung auf der Erde sicherzustellen.
Einige ausgewählte Teile des Prototypen werden unter der Anleitung von Experten des Österreichischen Weltraum Forums und dem Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck gemeinsam mit vier Tiroler Schulen entwickelt:
- HBLA Weingartnerstrasse (Ferrarischule): Design der Außenhülle, Handschuhe, Spezialstiefel und Thermounterwäsche
- HTL Fulpmes: Entwicklung der rigiden Komponenten (Lebenserhaltungsrucksack, Helmsystem, Flansche) sowie eines Drucksimulationssystems („mechanisches Exoskelet“) und die Konzeption der Belüftungs- und Flüssigkeitskühlanlage.
- HTL Anichstrasse: Arbeiten zum On-Board-Data Handling (OBDH, Bordcomputer), dem Mensch-Maschine-Interface und der Energieversorgung
- BRG Imst: Visualisierung der Telemetrie (Funkdatenübertragung) für das Missions-Kontrollzentrum (Software-Projekt).
Veranstaltungen
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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