Astronauten Center Austria 2005 – Marsforschung für alle
9.Februar 2005
Alles wirkt real – nur umdrehen darf man sich nicht! Lange fieberte jeder am Astronauten Center Austria Beteiligte diesem Moment entgegen. Langsam und vielleicht etwas zögerlich setzt sich der ACA-Mars-Rover in Bewegung; bald aber pressen sich seine Räder in den roten Sand und hinterlassen ihre ersten Abdrücke auf der unerforschten Oberfläche. Alles wirkt so real und doch ist es „nur“ eine Simulation – Marsforschung mittels Rover zum Anfassen im Rahmen des Wiener Ferienspiels.

Doch der Mars Rover Dignity war nicht der einzige Einblick in die Welt der Raumfahrt. Wie bereits in der ersten und letzten Woche der Sommerferien 2004 und nun auch 2005 gab es geführte Touren durch die Internationale Raumstation ISS. Mit einer besonders spektakulären Attraktion konnten wir heuer aufwarten, einem Multiachsentrainer, im ACA-Jargon auch als „Astronautenschleuder“ bezeichnet.
Fahrbarer Untersatz für den Mars nebenan
Der ca. 13 kg schwere und 0,5 x 0,6 x 0,5 m große Rover Dignity ist eine kleinere Ausgabe der am Anfang 2004 von der NASA am Mars gelandeten Mars Exploration Rover Opportunity und Spirit. Trotz der Ähnlichkeit zu seinen Vorbildern handelt es sich aber um ein eigenständiges Projekt, das vom ÖWF und seinen Partnern geplant und von Schülern der 4. Klasse des TGMs, einer höheren technischen Lehranstalt, im 20. Wiener Gemeindebezirk in nur 5 Monaten konstruiert und gebaut wurde. Dignity vermittelt die Herausforderung einer Marsmission an Interessenten jedes Alter. So bewegt sich der Rover mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,5m/min und wird dabei von seinem Piloten, der nicht mehr sieht als das Kamerabild am Bildschirm, durch Funk gesteuert. Wem das Fahren „auf Sicht“ mit den Bordkameras noch nicht schwierig genug war, der durfte sein Geschick auch mit eingeschalteter Zeitverzögerung probieren. Häufig wurden zwei Sekunden eingestellt. Diese Verzögerung entspricht der Funkkommunikation mit einem Rover am Mond."All"-tägliches Leben

Während viele der kleineren „A(u)stroanuten“ die gesammelten Eindrücke oder ihre ganz persönlichen Vorstellungen des Alls mit Buntstift zu Papier brachten, gab es für die ganz Wagemutigen mit dementsprechender Körpergröße (ab 1,50 m) noch eine weitere Attraktion, stand doch erstmals ein „Multiachsentrainer“, auch als „Astronautenschleuder“ bezeichnet, als Teil des „Astronauten-Schnupperkurses“ zur Verfügung. Dieser Trainer findet in der realen Astronautenausbildung seinen Einsatz und wird sowohl zum Training des Gleichgewichts- und Orientierungssinns, als auch zur Bestimmung der Belastbarkeitsgrenzen verwendet. Nach den ersten Drehungen wird sich ein jeder Passagier all seiner räumlichen Freiheitsgrade unmittelbar bewusst und nach einigen Minuten stellt sich ein Gefühl ein, dass mit der Schwerelosigkeit vergleichbar ist.
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Veranstaltungen
Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck
Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.
Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart
Von 15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.
Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.
Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.
Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.
Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.
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