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"Raketentestgelände Donauinsel"

19.-22. Juni 2003

Raketenbasteln und -starten für kleine (und große) Ingenieure im Rahmen des Wiener Donauinselfestes, 19.-22. Juni 2003.

Hintergrund

Jährlich findet in Wien/Österreich, mit diesjährig mehr als drei Millionen Besuchern, das größte Freiluft-Spektakel Europas- das Donauinselfest - statt. Neben zahlreichen Showbühnen, Konzerten, Imbiss-Buden, Hochschaubahnen und dem traditionellen Feuerwerk, gibt es auch verschiedenste Aktivitäten für die Kleinen. Ein Bereich auf der Insel wird von den Wiener Kinderfreunden betreut, die Spiele, Wettbewerbe, Bastelstunden und vieles mehr veranstalten. Dieses Jahr gab es erstmals die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung Raketen zu basteln und zu starten. Was nicht nur die Kleinen faszinierte, sondern auch so manche Eltern....

Raketen - Weltraumtechnologie zum Anfassen

Ohne Raketen gäbe es keine Satelliten und keine bemannte Raumfahrt - unsere Anschauung über die Erde, das Sonnensystem und unser Universum hat sich durch die Weltraumforschung grundlegend verändert. Obwohl Raketen äußerst komplexe technische Gebilde darstellen, ist es relativ einfach, die Funktionsweise einer Rakete zu vermitteln. Zum Verständnis benötigt man ein wenig Mechanik (Newton: Actio=Reactio), Chemie (Treibstoff), Aerodynamik (Schwerpunkt und Stabilität), Geometrie (Vermessung der Flugbahn) und handwerkliche Fähigkeiten. Da alle diese Grundlagen im Rahmen der Veranstaltung vermittelt wurden, handelte es sich bei "Raketentestgelände Donauinsel" um eine Art angewandten Physik-, Chemie-, Geometrie- und Mathematikunterricht, der durch seinen interaktiven Aufbau das Interesse der Teilnehmer an der Wissenschaft wecken sollte.

Spaß beim Basteln

Kinder beim Basteln
An jeweils vier Nachmittagen hatten Kinder die Möglichkeit, sowohl Feststoffraketen als auch Wasserraketen zu basteln und diese steigen zu lassen. Der Andrang bei den Wasserraketen (zum Aufbau und zum Prinzip einer Wasserrakete) war so enorm, dass den Veranstaltern schon im Laufe des ersten Tages die "Treibstofftanks" ausgingen. Glücklicherweise erklärten sich aber einige Imbiss-Buden bereit, die kleinen Raketenwissenschaftler mit Nachschub zu versorgen! Zuerst war die Kreativität der Kinder gefordert. Erst nachdem die Rakete künstlerisch und wenn möglich auch aerodynamisch gestaltet worden war, wurde die Leichtflasche mit Wasser aufgefüllt und zum Startgelände gebracht.





Starten der Wasserraketen
Am Startkomplex fixiert, musste nur noch Luft in den Rest des Tanks gepumpt werden, eine zum Teil recht schweißtreibende Arbeit, vor allem für die Kleinsten. Bei ca. zwei Bar Luftdruck in der Flasche war es soweit: der Korken schoss heraus und die Rakete flog auf einem Wasserstrahl in den Himmel - einige erreichten dabei Höhen bis zu 10m! Manche landeten bei der Rückkehr im Gebüsch, andere in den Bäumen, wo sie nur mit vereinten Kräften geborgen werden konnten. Das Starten der Raketen machte den Kindern enormen Spaß und viele von ihnen hatten mit einem Start noch lange nicht genug!
Bleibt zu hoffen, dass sie in Zukunft Raketen-Wissenschaftler werden und uns eine Vielzahl von kostengünstigen Raketenstarts bescheren....

Die Profis

Chemische Rakete für den Start vorbereiten
Das Basteln und Starten der Feststoffraketen ist komplexer und erfordert einiges Geschick. An zwei Nachmittagen wurden unter fachkundiger Anleitung von den größeren Kindern die Bausätze zu kleinen 28cm großen Raketen zusammengestellt. Die Kinder (und ihre Eltern) legten dabei einen "gesunden Ehrgeiz" an den Tag, galt es doch, beim Zusammenbau sorgfältig zu arbeiten, da jede Nachlässigkeit sich unmittelbar auf die zu erreichende Flughöhe auswirken würde. Um sicher zu stellen, dass die Scheitelhöhen der Raketen in einem vertretbaren Rahmen blieben, wurden alle Modellraketen in der Spitze mit Plastilin beschwert. Da alle Raketen somit die gleiche Masse aufwiesen, kam der Aerodynamik eine sehr große Bedeutung bei den späteren Wettbewerben zu.


Die drei Wettbewerbe drehten sich um die Gestaltung der Rakete, die erzielte Scheitelhöhe und die Entfernung des Landepunktes von der Startplattform - je bunter, je höher und je näher zum Startplatz desto besser! Als Preise winkten den Raketenwissenschaftlern Poster, ESA-Astronautenabzeichen und ein Raketenquartett, zusätzlich wurden fünf Raketenbausätze unter allen Teilnehmern verlost. Niemand ist an diesem Abend mit leeren Händen nachhause gegangen, denn jedes Kind bekam auch eine Urkunde zur Erinnerung überreicht, sodass zu guter Letzt das "olympische Motto" im Vordergrund stand.

Wollen wir hoffen, dass nächstes Jahr wieder so ein großer Andrang und schönes Wetter sein werden wie heuer!


Organisiert wurde diese Veranstaltung gemeinsam mit der Österreichischen Astronomie- und Raumfahrtvereinigung (ÖARV) und der Mars Society Österreich, mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der Österreichischen Gesellschaft für Weltraumfragen (ASA), dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), sowie der Vereinigung der österreichischen Weltraumindustrie AUSTROSPACE.

Veranstaltungen

17-19. Februar 2012 - Integrationsworkshop ÖWF Innsbruck

Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck

15. März. 2012 - "Expedition Mars"

Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.

Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart

20. März 2012 - Junge Uni Innsbruck "Multi-Culti" - Raketenbastelworkshop

Von  15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.

12. April 2012: Yuri's Night & Polarstern-Preis Verleihung

Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.

Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
 

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24.Jun-02. Jul: European Space Camp 2012

Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.

Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.

SpaceCamp Webseite

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