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Simulationswoche 1 im Missionskontrollzentrum

Samstag, 15. April 2006

Die Morgenschicht als Flight Director

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06:55 - Voller Elan und gut ausgeschlafen betrete ich das MCC. Mit einem GUTEN MORGEN „wecke“ ich die Nachtschicht. Nicht, dass sie schlafen würden, aber all zu oft verraten mir die Spuren in den Gesichtern etwas über die Anstrengungen der letzten Schicht. Nachdem ich alle, die mich mit verschlafenem Blick anschauen, ins Quartier geschickt habe, geht’s los mit meiner Arbeit. Presse Emails beantworten, Berichte der Crew lesen, Zusammenfassung des letzten Tages schreiben, den Flightplan kontrollieren und ändern, alle Reports zu den richtigen Leuten weiterleiten und natürlich immer ein Auge auf die Kommunikationskonsole haben. Denn nicht selten kommt es vor, dass Teile der Crew noch nicht ihren wohlverdienten Schlaf gefunden haben. Ganz anders als bei den anderen Schichten herrscht hier die meiste Zeit Ruhe. Erst wenn die Uhr in Utah wieder 6 Uhr morgens anzeigt, beginnt für mich die hektische Phase. Denn dann sitzt die Crew beim Frühstück und diskutiert über meinen neuen Flightplan für diesen Tag. Und natürlich bemühe ich mich, freundlich in die Webcam zu lächeln, denn schließlich wollen die Leute außerhalb des MCC in der Früh auch ein bisschen gute Laune sehen. Bericht: Michael Taraba

Freitag 14. April 2006

Die Heinzelmännchen sind da!

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Was wäre das Missionskontrollzentrum ohne diejenigen freiwilligen Helfer, die unter der Team-Bezeichnung „General Support“ zusammengefasst sind? Ein ziemliches Chaos! Heute haben wir großartige Unterstützung von einigen Mitgliedern des Musikvereins Sankt Florian bei Linz bekommen, die sich mit jeder Menge Elan auf alles stürzen, was das MCC-Team in den letzten Tagen nicht zur Gänze geschafft hat: Plakate aufhängen, einen Kontrollrundgang durch den MarsParcours machen, zusätzliches Informationsmaterial zum MarsMonat kopieren, endlich mal alle Seiten unserer inzwischen seeehr umfangreichen Website Korrektur lesen, wieder mal den Geschirrspüler einräumen und sich für so unvorstellbar grausame Dinge opfern, wie den alten Kaffeesatz aus der Maschine kippen… DANKE! Dieses Dankeschön gilt übrigens stellvertretend für ALLE, die in den letzten zwei Wochen unser General Support waren. Ohne euch wären wir hoffnungslos verloren – unter einer Tonne vollgeschmierter Post-It’s und einem Berg aus schmutzigem Geschirr…

Donnerstag, 13. April 2006

Logbuch eines CapComs – Tagwache

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7:45 Uhr Müde beginne ich meine dritte Schicht als CapCom. Für die Flightcrew endet der Tag gerade. Am Mars, ähhm… in Utah ist es 23:45 Uhr. Bis zuletzt war die Crew mit Reparaturarbeiten am Rover beschäftigt. Nun verabschiedet sie sich zur wohlverdienten Nachtruhe. Für mich sollte es also eine ruhige Schicht werden. Ganz anders, als die 2 Schichten davor…
Während der EVA’s (Außenbordeinsätze der Crew) herrscht wieder Weltraum-Atmosphäre im MCC. Wir können den Funk der Analog-Astronauten mithören und müssen die Kommunikation zwischen der Crew und den Rover-Experten am Boden zu koordinieren. Beim Schichtwechsel habe ich mehr Angst etwas zu versäumen, als zuwenig Schlaf zu erwischen. Weitere interessante Missionstage folgen aber mit Sicherheit, sowie weitere Logbucheinträge…
Bericht: Ernst Stelzmann

Mittwoch, 12. April 2006

Yuri’s Night

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Heute Nacht wird auf diesem Planeten eine Party gefeiert, die insofern einzigartig ist, als dass sie an 86 Orten auf 7 Kontinenten in 32 Ländern gleichzeitig stattfindet! Denn heute ist der Tag, der einen Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt repräsentiert. Oder besser gesagt – zwei Meilensteine. Denn vor 45 Jahren, am 12. April 1961 gelang dem Kosmonauten Yuri Gagarin die Reise ins All. Und exakt 20 Jahre später, am 12. April 1981 wurde das erste Space Shuttle (STS-1) gestartet. Überall auf der Welt finden aus diesem Anlaß Parties und Bildungsveranstaltungen statt. Ob im Nachtklub oder im Museum – alle feiern die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Raumfahrt.
Auch in Salzburg wird gefeiert (im Republic) und im Habitat in Utah. Und sogar in der Antarktis, wo eine weitere internationale Forschungsstation der Mars Society steht.
http://www.yurisnight.net

Dienstag, 11. April 2006

Logbuch eines CapComs - Nachtschicht

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23:00 Uhr und Schneeregen in Salzburg bei 2 Grad Celsius. Meine erste Schicht als CapCom beginnt. Ich rechne mit einem ruhigen Job, hab mir extra Lesestoff mitgenommen… aber Irrtum! Schon nach wenigen Augenblicken steht ein halbes Dutzend von Wissenschaftern und Ingenieuren neben mir, die alle mit der Crew kommunizieren wollen. Daten sollen an die Crew geschickt und von der Crew empfangen werden. Es geht um Spannungsanzeigen, Flüssigkeitsstände, Herzraten, Blutdrücke, Ortskoordinaten und Zeitpläne. Der Flight Director gibt laufend neue Anweisungen und auch der On Site Support hat ständig wichtige Informationen parat. Und ich, als CapCom, stehe in der Mitte und soll die ganze Kommunikation koordinieren. „Warte nur bis 2 Uhr früh, wenn dann auch noch die Mars Society von dir informiert werden will.“, warnt mich Raphaela Hechl. Sie hat bereits Nachtschicht-Erfahrung.
Um 7 Uhr früh endet meine erste Schicht und ich lege mich schlafen - müde, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Probleme der Crew mit Energieversorgung und Funk haben die Simulation noch realistischer gemacht. Bei meiner Tätigkeit bin ich mir stets wie der CapCom einer echten Marsmission vorgekommen. Bericht: Ernst Stelzmann

Montag, 10. April 2006

Willkommen AustroMars

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Wieder einmal steht das Missionskontrollzentrum im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Diesmal durch einen Beitrag, den der ORF für die Sendung Willkommen Österreich dreht. Mit aufs Bild kommen auch die zahlreichen MCC-Besucher dieses Tages, denn eine ganze Busladung von Salzburger Jugendastronomen ist angereist. Ein Pool von Astronomie-Interessierten aus dem schon mal der eine oder andere größere Fisch hervorgegangen ist – so auch Alexander Soucek, der im Alter von 8 Jahren dort als Jungastronom in den Verein eintrat. Und der nun aus der Forschungsstation der Mars Society in Utah zu uns herüber und direkt in die TV-Kameras winkt.

Sonntag, 09. April 2006

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Unsere Wissenschaftler treffen ein
Die Abkürzung PI steht im MCC für „Primary Investigator“ und damit sind unsere Damen und Herren von der Wissenschaft gemeint, welche die Projekte von GeoMars, BioMars, TeleMars, PhysioMars und PsychoMars koordinieren. Da müssen von der Crew Bodenproben genommen und Kontaminierungsvorgänge erfaßt werden. Sie haben außerdem die Aufgabe, regelmäßig psychologische Fragebögen auszufüllen, erlernte Massagetechniken gegen raumanzugbedingte Verspannungen anzuwenden und im Observatorium diverse Beobachtungen zu machen. Zwischendurch sollten sie noch Zeit finden, das Headset für die Messung der Müdigkeitsindikatoren zu tragen und den Rover an einige interessante Plätze zu steuern. Mit anderen Worten: Der Stundenplan der Habitat-Bewohner ist minutiös eingeteilt. Und das ist gut so, denn sonst hätten sie wahrscheinlich nicht einmal mehr Zeit, zum Kochen und Staub saugen (was sie nämlich auch tun müssen)…

Einträge aus den Wochen davor

Veranstaltungen

17-19. Februar 2012 - Integrationsworkshop ÖWF Innsbruck

Integrationsworkshop zur Vorbereitung des Dachstein Feldtestes im Suitlab Laboratory Innsbruck

15. März. 2012 - "Expedition Mars"

Gernot Grömer im Planetaium Stuttgart - Multimediavortrag mit Gernot Grömer rund um die Forschungsaktivitäten des ÖWF.

Wann: 15. März 2012
Wo: Planetarium Stuttgart

20. März 2012 - Junge Uni Innsbruck "Multi-Culti" - Raketenbastelworkshop

Von  15 bis 17 Uhr heißt es für Kinder wieder, das Weltall mit selbst gebauten Raketen zu erkunden.

12. April 2012: Yuri's Night & Polarstern-Preis Verleihung

Wie jedes Jahr feiern wir am 12. April den Erstflug von Yuri Gagarin. 2012 wird die Yuris Night im Naturhistorischen Museum in Wien stattfinden. Auch der Polarsternpreis 2012 wird im Rahmen der Veranstaltung verliehen.

Wann: 12. April 2012, 18 Uhr
Wo: Naturhistorisches Museum Wien
 

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24.Jun-02. Jul: European Space Camp 2012

Die Europäische Weltraumorganisation ESA sucht und finanziert TeilnehmerInnen für das European Space Camp 2012.

Das European Space Camp auf der nordnorwegischen Raketenbasis Andoya lädt Jugendliche im Alter zwischen 17 und 20 Jahren vom 24. Juni bis 2. Juli 2012 zur Teilnahme am Raketenstarten im Rahmen des European Space Camp 2012 ein.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 1. April 2012.

SpaceCamp Webseite

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